Orte und Plätze

Sehenswerte Orte und Plätze in und um Eichelsdorf.

Dicke Eiche am 29.09.2013 Eichelsdorf trägt die Frucht, des in Deutschland weit verbreiteten Laubbaums schon im Namen und Wappen. Vor etwa 300 Jahren bestand der Eichelsdorfer Forst beinahe vollständig aus Eichenwald. In den Wäldern zogen Viehhirten umher, für deren Rinder oder Schweine die Eicheln eine nahrhafte Futterquelle darstellten.

„Goldener Herbst! Die Eicheln fallen. Von allen Seiten rücken Schweinehirten mit grunzenden und quiekenden Herden heran.“ (nach H.W. Knaus & W. Würz)

Doch dem Landgrafen gefielen die Viehmassen in seinen Wäldern nicht. Die Bauern wurden aus dem Forst vertrieben und die Hirsche nahmen den nun menschenleeren Wald ein. Der Landgraf konnte seiner Jagdpassion wieder nachgehen.

Zur Zeiten der industriellen Revolution kam wieder Bewegung in den Forst. Der Wirtschaftsbereich der Holznutzung wurde für die Menschen rentabel. Allerdings nicht mit den doch sehr langsam wachsenden Eichen, „die lebhaftere Buche und das schnellwüchsige Nadelholz erobern die Flächen[…]“ (nach H.W. Knaus & W. Würz).

Dicke Eiche ca. 1904

Trotz dieses „Eichenkahlschlags“ lag ein Baum den Eichelsdorfern wohl sehr am Herzen. Kein Wunder, denn durch seine „starre Mächtigkeit“ zeigt sich schon das Ministerium für Finanzen Hessen-Darmstadt beeindruckt. So ist der Name „Dicke Eiche“ so gut wie jedem Eichelsdorfer auch heute noch ein Begriff. Ihren Standort in der „Tiefstruth“ zu finden ist allerdings nicht ganz einfach. Um die dicke Eiche oder besser gesagt was davon noch zu sehen ist, zu finden seien hier die Koordinaten genannt.
Der Standort ist 50°26'44"N, 09°05'10"O.

Eine gewisse Bedeutsamkeit kam ihr, wie der Name schon vermuten lässt, wegen der stattlichen Größe zu. 1904 berichtet das Ministerium für Finanzen Hessen-Darmstadt in seinem Buch „Bemerkenswerte Bäume im Großherzogtum Hessen“ von einem wohlhabenden Mühlenbesitzer, der 300 Gulden für die „Dicke Eiche“ bot. Er wollte seine neue Hofreite in erster Linie aus nur einem Baum erbauen. Der damalige Wirtschafter lehnte, zum Glück für den Baum, jedoch ab. 

Dicke Eiche ca. 1948Die „Dicke Eiche“ wurde 1904 mit einer Gesamthöhe von ca. 35 m, einemDicke Eiche Kronendurchmesser von ca. 20 m und einer Stammlänge von über 10 m beschrieben. In einer Beilage des Gießener Anzeiger über die Heimat im Bild wird von dem Eichelsdorfer Pfarrer August Scriba berichtet, dass im Februar 1926, einer der zwei Äste abgebrochen sei. Der abgebrochene Ast hatte eine Derbholzanfall von immerhin 7,5 Festmetern. Der Stamm wurde von morschem Holz befreit und mit einem Wagen Backsteinen und einigen Sack Zement ausgemauert.

(Die Dicke Eiche im oberen Niddatal von August Scriba)

Anfang der 1960er Jahre „trug der Stamm noch einen einzigen Ast mit Laub“ (nach H.W. Knaus & W. Würz). Mehrere Versuche die Eiche zu erhalten schlugen jedoch fehl. Im Juni 2010 hatte der Stamm der „Dicken Eiche“ noch immer einen Umfang von ca. 6 m (ø ca. 1,90 m) und ist noch ca. 3 m über dem Boden geschlossen. (nach Erhard Schäfer). Ihr Alter wird auf über 700 Jahre geschätzt.

Heute ist davon leider nicht mehr viel übriggeblieben, das Foto vom 29.09.2013, zeigt den kläglichen Rest, des einst so stolzen Baumes.

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Scriba, August: Die „Dicke Eiche" im oberen Niddatal. In: Heimat im Bild. Beilage zum Gießener Anzeiger. Nummer 1 (6. Januar 1927). S. 2-3.

Fotografie „Dicke Eiche". ca. 1904. In: Bemerkenswerte Bäume im Großherzogtum Hessen. In Wort und Bild. Hrsg. vom Ministerium der Finanzen, Abteilung für Forst-und Cameralverwaltung. Darmstadt: Zedler & Vogel 1904. S. 61.

Abbildung, Fotografie "Dicke Eiche". In : 800 Jahre Eichelsdorf 1187 - 1987

Private Bilder sind Eigentum des Autors.

 

 

 

IMG 0276 600Der Ort gewährt einen herrlichen Ausblick über das Eicheltal und dem Hochwasserrückhaltebecken. Der Dicke Stein ist ein behauener Basaltstein aus dem Vogelsberg. Nach Überlieferungen stellt er ein Fruchtbarkeitssymbol dar. Über die Wirkung ist leider nichts überliefert.IMG 0277 600

Gedenkstätte Werner NestlDas Denkmal wurde errichte im Mai 1995, zur Erinnerung an Forstamtmann Werner Nestl - Revierleiter der Revierförsterei Eichelsdorf - im Hessischen Forstamt von 1969 - 1994.

Er starb am 13. 11. 1994 bei einem Bergunfall am Vorgipfel des 6091 m hohen Pisang Peak im Himalaja. Weiteres Bergopfer war auch unter anderen, Bernd Ries ein weiterer Bürger aus Eichelsdorf.

Eichelbachbrücke

Im romantischen Eicheltal zwischen Eichelsdorf und Eichelsachsen spannt sich der Brückenbogen über den Eichelbach (50°27'04.74"N, 9°05'07.47"O). Bis in die 60er Jahre des vorherigen Jahrtausends gab es an dieser Stelle lediglich eine Furt, die es den Bauern ermögtlichte den Eichelbach zu überqueren. Bei Bau der großen Maschinenhalle der Papierverarbeitung Maria Soell in Eichelsdorf, war wohl ein Spannbetonteil aus der Dachkonstruktion nicht mehr zuverwenden!! Wer auf die Idee kam, dieses Teil als Brücke über den Eicheldach neben der Furt zu plazieren, kann heute nicht mehr festgestellt werden. Rückblickend war dies jedoch eine sehr gute Idee.


EichelbrückeÜber die Brücke führt die Wanderstrecke NaturTour Nidda, sie verhilft somit,  den zahlreichen Wanderern, das linke Ufer des Eichelbaches mit trockenen Füßen zu erreichen. Gleichzeitig ist die Brücke auch Teil des Grenzweges der Stadt Nidda (Gelb-Schwarze Markierung). Obwohl der Weg nicht direkt die Grenze zwischen den Gemarkungen Eichelsdorf und Eichelsachsen bildet. Die Grenze verläuft weiter östlich von dieser Stelle. Die Gemarkungsgrenze zwischen Eichelsdorf und Eichelsachsen ist auch die politische Grenze zwischen den Städten Nidda und Schotten und dem Wetterau- und dem Vogelsbergkreis. Fälschlicher Weise wird diese Brücke als "Eselsbrücke" bezeichnet. Dies ist nicht richtig, einen Namen hat die Brücke nicht. Keinesfalls diente sie als Übergang für Esel. Auf jedenfall ist es ein wunderschöner Anblick wenn man das klare Wasser des Eichelbaches durch die Brücke fließen sieht und wie sich die Sonnenstrahlen darin spiegeln.Eichelbrücke

NaturTour NiddaEine wunderschöne Wandertour durch zwei Naturschutzgebiete hat ihren Startpunkt in Eichelsdorf. Diese Tour ist geprägt durch herrliche Wege innerhalb stiller und unberührter Natur. Sie ist perfekt ausgeschildert und führt über Waldwege entlang von Wiesen im Eicheltal, mit Blick auf den hohen Vogelsberg. Die gesamte Strecke ist ca. 14 km lang und kann mit einem Abstecher nach Michelnau, um ca. 6 km verlängert werden. Für die Basistour sollten ca. 4,5 Stunden eingeplant werden. Der Start- und Zielpunkt liegt an der B455 am Bürgerhaus von Eichelsdorf. Ausreichend Parkplätze stehen hier zur Verfügung. In der Bildergalerie finden Sie einen kleinen Eindruck über die Tour. Auf der Internetseite von Vogelsberg-Touristik finden Sie weitere Beschreibungen für interessante Wandertouren im Vogelsberg.

   

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